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4.10.: Holy Shit!

Gegen den 1000-Kreuze-Marsch!

Am 4. Oktober sind schon wieder christlich-fundamentalistische, antifeministische und rechte Abtreibungsgegner*innen in München unterwegs, um ihre reaktionäre Weltanschauung zu verbreiten.

Holy shit! – Ausgestattet mit christlichen Motiven wie einem Marienbild und weißen Kreuzen (1000 Stück sind das aber bei Weitem nicht), prozessieren sie durch die Münchner Innenstadt, um für die vermeintlich 1000 täglich abgetriebenen Föten zu beten und Gegendemonstrant*innen mit Weihwasser aus Wasserpistolen vollzuspritzen.

Durch den Bezug auf vermeintlich christliche Werte versuchen sie ihre antifeministischen und reaktionären Positionen in der Mitte der Gesellschaft einen Schein der Legitimation zu verleihen: Ganz nach dem Motto: ein Heiligenschein lässt auch Scheiße heilig erscheinen. Holy shit! – Im Vergleich zum deutlich anschlussfähigeren „Marsch fürs Leben“, mag der „1000-Kreuze-Marsch“ klein und gesellschaftlich randständiger erscheinen.

Doch irrelevant oder ungefährlich wird er dadurch nicht. Sogenannter „Lebensschutz“, also die Stimmungsmache gegen sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung, ist nicht nur unter ultrakonservativen Christ*innen, sondern in nahezu allen Teilen rückwärtsgewandter und rechter Bewegungen ein zentrales Thema. Unter den 100-200 Teilnehmenden der letzten Jahre befanden sich ultrakonservative Priester, Anhänger des rechtsklerikalen Christkönigtum oder Mitglieder der LGBTQIA*-feindlichen Vereinigung „Tradition, Familie, Privateigentum“. Verbindungen zur extremen Rechten zeigen sich in verschiedenen freundschaftlichen Beziehungen und personellen Überschneidungen.

Wir wollen uns am 4. Oktober um 12 Uhr am Reiterdenkmal lautstark die Straße nehmen, gegen religiösen Fundamentalismus und für das Recht auf sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung! Feminismus in die Offensive!

4. Oktober 2026

12 Uhr Reiterdenkmal (Odeonsplatz)